Unterricht
Hier finden Sie die im Zusammenhang mit meinem Unterricht wichtigsten Infos:
Klassik oder Liedbegleitung?Klassik-Gitarre? Western-Gitarre? E-Gitarre?
Ein Lied, zwo, drei, vier ...
Einstiegsalter
Stundenablauf
Warteliste
Preise
Die Sache mit dem Talent
Gitarrenverleih
Für die ganz eiligen gibt`s am Ende auch eine Zusammenfassung.
Ich gebe also Unterricht für Gitarre (Liedbegleitung) und Gesang. Ich tue dies seit etwa 15 Jahren und mit inzwischen über 35 Jahren Gitarristen-Erfahrung. In diese 35 Jahre habe ich natürlich meine allerersten Geh- bzw. Spielversuche im Alter von 10 Jahren mit einbezogen, was nämlich für einen Lehrer sehr wichtig ist: Zu wissen, wie es sich anfühlt, wenn man etwas nicht weiß oder kann.
Klassik oder Liedbegleitung?Ich muss so etwa 17 Jahre alt gewesen sein, als ich von einem etwas
jüngeren Musiker gefragt wurde, ob ich denn gut oder schlecht spiele.
Und während ich noch nach einer Antwort suchte, die nicht zu
prahlerisch und nicht zu bescheiden ausfallen sollte, stellte
sich heraus, dass der Unterschied zwischen klassischem Gitarrenspiel
nach Noten (= gut) und Liedbegleitung mit Ackorden und Plektrum
(=schlecht) gemeint war. - Gut, in diesem Sinne also spiele ich
hauptsächlich schlecht. Wer "gut" Gitarre spielen will, muss sich einen
"besseren" Lehrer suchen.
Und nun nochmal im Klartext: Ich kann einen Einstieg in das klassische Gitarrenspiel nach Noten vermitteln, und tue dies hin und wieder aus pädagogischen oder sogar
"therapeutischen" Gründen. - Eine klassische Ausbildung allerdings kann
und will ich nicht bieten.
Mein Fach ist die Liedbegleitung, die Kombination aus Instrumentenspiel und Gesang. Nicht mehr und nicht
weniger!
Dies geschieht in meinen Stunden in aller Regel auf einer Klassik-Gitarre mit Nylon-Saiten. (Das sind die aus Plastik, wobei auch die, die so aussehen, als wären sie aus Stahl, aus Plastik sind. Dröseln Sie mal eine am Ende auf, dann werden Sie`s sehen.) Der Umstieg auf E-Gitarren oder Western- (Acoustic-) -Gitarren fällt leicht, wenn man den Umgang auf der klassischen Gitarre gründlich gelernt hat. Anders herum ist der Umstieg deutlich schwieriger. Außerdem tut - gerade am Anfang - die klassische Gitarre nicht so weh, wie die Western-Gitarre.
Ein Lied, zwo, drei, vier ...Und weil die Liedbegleitung mein Fach ist, und Liedbegleitung ohne Lied nichts ist, und man beim Singen gravierende Fehler machen oder eben vermeiden kann, ist in den allermeistern meiner Gitarren-Stunden eine Einheit Stimmbildung mit drin. Seltener sind Gesangs-Stunden mit einer Einheit Gitarrenspiel (obwohl`s auch das gibt) oder reine Gitarren- und reine Gesangs-Stunden. Doch wenn`s sinnvoll ist - warum nicht?
EinstiegsalterWahrscheinlich bin ich weit und breit der einzige Lehrer, der auch 60-Minuten-Stunden
gibt. Aber keine Angst: Bei der Fülle und Verschiedenheit der
Stundeninhalte ist auch bei den Kleinen, d.h. den 7- oder 8-jährigen
die Reaktion bei Stundenschluss meistens: "Wie? Schon vorbei?"
Natürlich gibt es auch bei mir die "normale" 45-Minuten- und für
Erwachsene auch schon mal die 30-Minuten-Stunde.
Apropos: Alter - 7 oder 8 Jahre hat sich als ein gutes Einstiegs-Alter erwiesen.
Die ersten Lese-Erfahrungen sollten schon vorhanden sein, da es um
Liedbegleitung geht und Lieder nun mal aufgeschrieben und mit den
dazugehörigen Ackorden versehen werden. Notenlese-Fähigkeiten werden
überhaupt nicht vorausgesetzt; das kommt dann hier im Unterricht.
Auch wenn die Stunden immer individuell auf die Wünsche und Bedürfnisse des
einzelnen Schülers abgestimmt werden, so liegt Ihnen doch eine
Grundstruktur zu Grunde, die sich bewährt hat und die die meisten
meiner Schüler gerne annehmen:
Wir beginnen mit einer Einheit Stimmbildung, d.h. wir singen zusammen verschiedene Übungen, die darauf
abzielen, die eigene Energie beim Singen möglichst ökonomisch
einzusetzen, verschiedene Körperregionen in das Singen mit
einzubeziehen (da erlebt so manch einer ein paar Überraschungen, was
alles so im Körper passiert, während man singt), und letztlich über die
wachsende Erfahrung mit der eigenen Stimme die Hemmungen abzubauen, die doch viele Schüler mitbringen.
Erst nach diesem Teil geht`s an die Gitarren: Jeder stimmt sein Instrument selbst -
natürlich mit Hilfe und Anleitung. Aber wichtig ist`s schon. Viele
Lehrer stimmen die Instrumente ihrer Schüler, damit`s schneller geht.
Dann hat man zwar ein paar Minuten mehr von der Stunde, dafür kann man
dann auch eine Woche lang nichts zu Hause anfangen, wenn sich das dumme
Ding auf dem Heimweg verstimmt hat.
Wenn wir das erfolgreich hinter uns haben, ist der dritte Teil spielen, spielen, spielen. Immer
anhand von Liedern, in den seltensten Fällen als Trockenübungen, werden
Ackorde, Schlag- und Zupfmuster gelernt. Dabei lasse ich auch so
manches Stück, das noch nicht konzertreif beherrscht wird, auf sich
beruhen und kümmere mich mit neuen Stücken um dieselbe Technik oder
schreite sogar weiter fort, weil ich weiß: Wenn wir nach ein paar
Wochen zurückblättern, geht das, was vorher noch nicht so richtig
klappte, in den meisten Fällen wie geschmiert.
Ein letzter, kleiner Abschnitt der Stunde ist der Theorie gewidmet: Wie funktioniert
das mit den Noten? Wie werden aus einzelnen Noten Ackorde? Welche
Ackorde passen zusammen? - In kleinen Schritten kümmern wir uns um
Musiktheorie und Harmonielehre. Hier hat bisher noch jeder Schüler den
Quintenzirkel beherrscht, auch wenn er`s anfänglich gar nicht
gemerkt/gewusst hat.
Es gibt normalerweise eine Warteliste, in die ich die Interessenten gerne
aufnehme. Nur kann ich überhaupt nichts darüber sagen, wann man denn
mit einer Unterrichtsmöglichkeit rechnen kann. Dafür muss ja erst
einmal ein Schüler aufhören, was im Idealfall ja nur sehr selten
geschieht. Dann wird die Warteliste von oben abtelefoniert und da kann
es passieren, dass schon der erste Angerufene zuschlägt und die Stunde
wieder besetzt ist, oder dass die ersten Plätze auf der Liste einen
Rückzieher machen, weil sie inzwischen einen anderen Lehrer gefunden
haben, was ja auch in Ordnung ist.
Es hat sich nur herausgestellt, dass immer nach den Sommerferien etwas geschieht, weil
die Schüler einen neuen Stundenplan bekommen und ihre Gitarren-Stunde
verschieben oder schlimmstenfalls aufgeben müssen.
An dieser Stelle verweise ich auf die derzeit gültige Preisliste. Es ist für mich wesentlich einfacher, dieses PDF-File zu aktualisieren, als eine Tabelle auf einer HTML-Seite.
Die Sache mit dem TalentImmer wieder kommt nach einer Weile die Frage - von Erwachsenen:
"Und? Hab` ich denn Talent?" Oder: "Hat denn der Junge Talent? Wird
denn da was draus?" Und regelmäßig lautet meine Gegenfrage: "Was soll
denn draus werden?"
Seien wir ehrlich: Bei den wenigsten von
uns langt`s für einen zweiten Paco di Lucia. Und mal ganz abgesehen
davon, dass ich mit einem solchen Schüler auch völlig überfordert wäre,
ist das ja auch gar nicht der Sinn der Sache. In erster Linie machen
ich, meine Chöre und eben auch meine Schüler die Musik für sich selbst.
Die entscheidenden Erlebnisse, die uns die Musik ermöglicht, macht der
Musiker, nicht das Publikum. Und viele dieser Erlebnisse kann man eben
auf den verschiedensten Leistungsstufen machen.
Ich hatte Schüler, die jahrelang in die Stunde kamen und nur kleinste
Fortschritte machten, aber niemand zwang sie dazu. Sie kamen
freiwillig. Sie hatten Spaß daran und holten sich dabei ihre ganz
eigenen musikalischen Erlebnisse. Und plötzlich kam der Tag, da machte
es `Klick` und sie starteten durch. Vielleicht hat ja auch das
angebetete Mädchen aus der Parallel-Klasse durchblicken lassen, dass es
auf Gitarristen steht. - Völlig egal. Sie spielten von dem Tag an so
intensiv, dass ich mir sicher bin, dass sie für`s Leben mit dem
Gitarristen-Virus infiziert sind.
Und überhaupt: Sollte man nicht gerade denen, die wenig Talent dazu haben den Weg zu diesen musikalischen Ich-Erlebnissen zeigen?
Man sieht: Es ist nicht so einfach. Die Frage nach Talent oder Nicht-Talent und: "Was macht man dann damit?" ist nur schwer zu beantworten. Für mich ist da immer die
Antwort des Schülers maßgeblich. "Hast du Spaß an der Sache? Dann ist
es auch für diese Zeit das Richtige für Dich!" - Und machen wir uns
nichts vor: Wer keinen Spaß dran hat, der wird auch nichts lernen.
Allerdings gehört Geduld dazu. Ich kann die Erwachsenen ja verstehen, die ihr
Leben lang Musik gehört haben und nun eine ziemlich feste Vorstellung
davon haben, was sie gerne erreichen möchten. Das führt aber des
öfteren dazu, dass sie nach einem Vierteljahr nervös werden, wenn sich
das ersehnte Ziel noch nicht ansatzweise am Horizont zeigt. Als Lehrer
werde ich mich aber hüten, zu sagen: In einem halben oder in einem Jahr
kannst Du dies und jenes schaffen und spielen. Das hängt viel zu sehr
vom einzelnen Schüler ab, von seinem Übe-Fleiß und - eben auch - von
seinem Talent. Denn dass es dem einen leichter und dem anderen schwerer
fällt, ist auch klar, und es wäre auch zu merkwürdig, wenn`s anders
wäre.
Für 5,- Euro im Monat können Sie bei mir eine Gitarre leihen. Für 10,- Euro
auch zwei, aber das macht ja keinen Sinn.
Beim Kauf einer Gitarre (egal ob Leih-Instrument oder ein anderes) rechne ich maximal
sechs Monate, sprich 30,- Euro auf den Kaufpreis an.
In der Regel handelt es sich dabei um Einsteiger-Instrumente der Marke
Kirkland. Die stammen aus China, sind aber von den von mir getesteten
chinesischen Gitarren die besten. Immer sauber verarbeitet, prima
Saitenlage, gut stimmbar und erhältlich in vier verschiedenen Größen.
Für die richtige Größe gilt wie bei Schuhen: Kommen und anprobieren.
Ausdrückliche Warnung: Natürlich kriegt man auch schon Gitarren für
50,- oder sogar 40,- Euro. Aber alle diese Instrumente (???), mit denen meine Schüler
zuweilen in die Stunde kamen, taugten gerade mal mehr oder weniger als
Deko-Objekte für Irish-Pubs. Entweder sie ließen sich nicht stimmen,
oder die Saitenlage war katastrophal oder die Mechaniken klemmten schon
vom Kaufdatum an. Einmal - im Wahnsinns-Sommer 2004 - löste sich eine
Gitarre sogar schon unter meinen Händen in ihre Bestandteile auf, weil
der Leim offensichtlich bei den Extrem-Temperaturen weich wurde:
Plötzlich hatte ich in der einen Hand den Korpus und in der anderen den
Hals.
Für eine vernünftige Einsteiger-Gitarre muss man also
schon etwa einen knappen Hunderter anlegen. Es sind dies auch die
Gitarren für die "Man-weiß-ja-nicht-ob-er-dabei-bleibt"-Eltern. Bleibt
er nicht dabei, ist`s nicht so schlimm; bleibt er dabei, will er aber
spätestens nach zwei Jahren eine bessere.
- Unterricht für Liedbegleitung auf der Gitarre und Gesang
- Es werden Klassik-Gitarren mit Nylon-Saiten verwendet
- Zur Liedbegleitung wird gesungen - vom Lehrer undvom Schüler
- Einstiegsalter: 7-8 Jahre, erste Lesefähigkeiten werden vorausgesetzt
- Stundenablauf: Singen - Gitarrespielen - Theorie
- Es gibt eine Warteliste
- Preise: von 39,- bis 77,- Euro ist alles möglich (s.o.)
- Gitarrenverleih: 5,00 Euro pro Monat